Wen trifft Amors Pfeil?
Jesteburger Kammerspiele zeigen Tschechows "Liebesfreud und Liebesleid"
Von Annika Buß, Harburger Anzeigen und Nachrichten
Jesteburg. Wenn Ivan Vasiljevic stotternd vor dem Vater seiner Angebeteten steht, leidet das Publikum mit dem so unsicheren jungen Mann. Wenn Familienvater Ivanowitsch darüber lamentiert, daß er von seiner Frau "Zu-erledigen-Listen" bekommt, dann zaubert dies bei so manchem ein verstehendes Lächeln auf das Gesicht.
Von ganz menschlichen Schwächen und von der Schwierigkeit, unvoreingenommen zu lieben, erzählen drei Einakter von Anton Tschechow, die die Spieler der Jesteburger Kammerspiele am Wochenende in Jesteburg (Heimathaus) und Holm Seppensen (Kulturbahnhof) unter dem Titel "Liebesfreud und Liebesleid" aufgeführt haben. Die Bodenständigkeit der Schauspieltruppe, die zum großen Teil aus Laien besteht, machte dabei den besonderen Reiz aus. Wenn Ivan der Nachbarstochter einen Heiratsantrag machte und dabei echte Schweißperlen auf der Stirn trug, dann wirkte dies umso echter und sympathischer. An einigen Stellen soufflierte Loretta Wollenberg, Leiterin der Kammerspiele, als gehöre diese Zugabe zum Spiel selbst.
Gekonnt waren in dem Schauspiel die drei Einakter "Tragödie wider Willen", "Der Heiratsantrag" und "Der Bär" zu einer Gesamtaufführung verknüpft. Und die ganz unterschiedlichen Charaktere der einzelnen Personen ließen dem Publikum Platz, die ein oder andere eigene Eigenschaft wiederzuerkennen. "Ich bin schon 25, also heirate ich mal besser, außerdem kann sie gut kochen" die Beweggründe von Ivan für seinen Heiratsantrag muteten etwas komisch an; Vater Ivanowitschs Flucht vor seiner Familie trug heiter, sarkastische Züge. Sie hat eben viele Gesichter die Liebe.
Ob Ivan und die Nachbarstochter Natalja tatsächlich zusammenkommen? Das können sich Interessierte selbst bei einer der nächsten Aufführungen der Jesteburger Kammerspiele anschauen. Ein genauer Termin steht noch nicht fest, ist aber bei Loretta Wollenberg unter der Nummer 0 41 81/9 72 52 zu erfragen. Dort können sich auch Laienschauspieler melden, die Lust auf etwas Theaterluft haben. Die Jesteburger Kammerspiele bestehen seit dem vergangenen Jahr, dies war ihr zweites Stück. Für das nächste Jahr sind anläßlich des 250. Geburtstags von Wolfgang Amadeus Mozart Aufführungen und Lesungen geplant. Zur Zeit besteht die Gruppe aus etwa 30 Mitspielern.
Jesteburg. Wenn Ivan Vasiljevic stotternd vor dem Vater seiner Angebeteten steht, leidet das Publikum mit dem so unsicheren jungen Mann. Wenn Familienvater Ivanowitsch darüber lamentiert, daß er von seiner Frau "Zu-erledigen-Listen" bekommt, dann zaubert dies bei so manchem ein verstehendes Lächeln auf das Gesicht.
Von ganz menschlichen Schwächen und von der Schwierigkeit, unvoreingenommen zu lieben, erzählen drei Einakter von Anton Tschechow, die die Spieler der Jesteburger Kammerspiele am Wochenende in Jesteburg (Heimathaus) und Holm Seppensen (Kulturbahnhof) unter dem Titel "Liebesfreud und Liebesleid" aufgeführt haben. Die Bodenständigkeit der Schauspieltruppe, die zum großen Teil aus Laien besteht, machte dabei den besonderen Reiz aus. Wenn Ivan der Nachbarstochter einen Heiratsantrag machte und dabei echte Schweißperlen auf der Stirn trug, dann wirkte dies umso echter und sympathischer. An einigen Stellen soufflierte Loretta Wollenberg, Leiterin der Kammerspiele, als gehöre diese Zugabe zum Spiel selbst.
Gekonnt waren in dem Schauspiel die drei Einakter "Tragödie wider Willen", "Der Heiratsantrag" und "Der Bär" zu einer Gesamtaufführung verknüpft. Und die ganz unterschiedlichen Charaktere der einzelnen Personen ließen dem Publikum Platz, die ein oder andere eigene Eigenschaft wiederzuerkennen. "Ich bin schon 25, also heirate ich mal besser, außerdem kann sie gut kochen" die Beweggründe von Ivan für seinen Heiratsantrag muteten etwas komisch an; Vater Ivanowitschs Flucht vor seiner Familie trug heiter, sarkastische Züge. Sie hat eben viele Gesichter die Liebe.
Ob Ivan und die Nachbarstochter Natalja tatsächlich zusammenkommen? Das können sich Interessierte selbst bei einer der nächsten Aufführungen der Jesteburger Kammerspiele anschauen. Ein genauer Termin steht noch nicht fest, ist aber bei Loretta Wollenberg unter der Nummer 0 41 81/9 72 52 zu erfragen. Dort können sich auch Laienschauspieler melden, die Lust auf etwas Theaterluft haben. Die Jesteburger Kammerspiele bestehen seit dem vergangenen Jahr, dies war ihr zweites Stück. Für das nächste Jahr sind anläßlich des 250. Geburtstags von Wolfgang Amadeus Mozart Aufführungen und Lesungen geplant. Zur Zeit besteht die Gruppe aus etwa 30 Mitspielern.